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Ablauf / Termine
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Die Türen öffnen am 30.09.2016 um 9.00 Uhr. Wir starten mit einem Kaffee und einem kleinen Frühstück in den Tag. 9:45 Uhr eröffnen wir das WIMACamp16 im Plenum. Nach der obligatorischen, kurzen Vorstellungsrunde findet der Sessionpitch statt, der ausschließlich durch die Teilnehmer bestritten wird, bis dann um 11.00 Uhr die eigentlichen Sessions beginnen. Lunch ist für 14.00 Uhr vorgesehen. Nach der Feedbackrunde um 18.00 Uhr lassen wir den Tag mit einem “Get together” ausklingen.
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Sessionboard
WarmUp

(c) hub:raum
Am Abend vor dem WIMACamp16, also am Donnerstag den 29.09.2016, bieten wir um 19 Uhr im Hub:raum in der Winterfeldtstraße 21,10781 Berlin-Schöneberg als WarmUp eine “Barcamp-Session” an, in der wir Neulingen die Möglichkeit geben, sich mit dem Format vertraut zu machen und im Anschluss daran mit dem Orga-Team des Camps und weiteren Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Wir gehen auf die Historie von Barcamps allgemein ein und erläutern anhand der Barcamp-Regeln den typischen Ablauf eines Barcamps. Danach werden sowohl die Vorstellungsrunde als auch der Sessionpitch geprobt. Im Anschluss lassen wir den Abend bei einem ersten Networking ausklingen.
Themen
Es gibt im Vorfeld eines Barcamp keinerlei festes Programm und keine Unterscheidung zwischen Speakern und Audience. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann sich aktiv mit einer eigenen Session oder im Rahmen einer Session einbringen.
Gleichwohl freuen wir uns, bereits einige renommierte Themenpaten für das WIMACamp gewinnen zu können. Natürlich werden auch unsere Themenpaten ihre Session am Tag selbst noch pitchen und darauf hoffen, dass sich aus dem Publikum Interesse dafür regt.
Freut euch auf angebotene Sessions zu folgenden Themen:
- Wissenschaft für alle: Reputation, Geld Fassade - oder geht's um mehr?
Romy Höhne (Politikwissenschaftlerin, Hochschuldozentin, freie Referentin) und
André Lampe (Laserphysiker, Moderator, Wissenschaftskommunikator)
Die Wissenschafts-PR hat sich professionalisiert, es scheint sich ein Wandel von Elfenbeintürmen zu offenen und transparenten Organisationen zu vollziehen.
Die Außendarstellung wird dominiert von Veranstaltungshinweisen, Werbung von Studierenden sowie der Präsentation von Forschungskooperationen bzw. drittmittelfinanzierten Projekten und Ergebnissen - Reputation, Geld, Fassade.
Kommunikation innerhalb des Wissenschaftssystems bezieht sich vordergründig auf die eigene Reputation als Wissenschaftler*In innerhalb der Gemeinschaft bzw. im individuellen Forschungsfeld: wissenschaftliche Publikationen, öffentliche Auftritte und Drittmitteleinwerbung - Reputation, Geld, Fassade.
“Alle” als Zielgruppe. Vielleicht ist hier die Debatte über Zielgruppen und damit verbundene Kommunikationsformate und -kanäle verfrüht. Gehen wir also einen Schritt zurück und betrachten die uns zur Verfügung stehenden Motive, Mittel und Möglichkeiten, beleuchten Sachzwänge und finden gemeinsam Wege, Wissenschaft - zumindest für viele möglich zu machen.
- Design Thinking - User Experience Design
Lisa Pommerien (UX Designerin & Design Thinking Coach)
Die große Vielfalt der MitarbeiterInnen und der wissenschaftlichen Einrichtungen mit ihren unterschiedlichen Strukturen und Prozessen stellt eine besondere Herausforderung für die Zusammenarbeit dar.
Als mögliche Antwort darauf möchten wir die Design Thinking Methode vorstellen und in einer interaktiven Session gemeinsam ausprobieren. Die Methode baut auf der Kombination von multidisziplinären Teams, Nutzung des Raumes und eines strukturierten Prozesses zur Ideenfindung auf.
Mit den Teilnehmern möchten wir diskutieren, wie mit Design Thinking ein Perspektivwechsel angestoßen werden kann, um einen neuen Sprachcode zu entwickeln, der hilft neue Wege der Kollaboration innerhalb und außerhalb der Institutionen zu entdecken.
- Content Marketing – Alter Wein in neuen Schläuchen?
Theresa Höhn (Marketing-Managerin und Projektleiterin für Digitalprojekte)
Als „Trend“ geistert Content Marketing durch Agenturen, Unternehmen und zunehmend auch die Wissenschaft. Dabei ist Content Marketing nicht neu und die Frage sollte weniger lauten „Sollten wir das auch machen?“ als „Inwiefern betreiben wir vielleicht schon Content Marketing, ohne es zu wissen oder strategisch zu planen?“. Gerade wissenschaftliche Einrichtungen können mit ihren relevanten und spannenden Inhalten punkten, suchen jedoch häufig in der Fülle von vor allem digitalen Medien nach Orientierung. Knappe Ressourcen erschweren den Umgang mit sozialen Netzwerken, Blogs etc. zusätzlich. So gehen Energien verloren, die eigentlich Synergien schaffen sollten.
Diskutieren Sie mit! Wie können wir Inhalte noch gezielter vermarkten, dabei Ressourcen sparen und unsere Zielgruppen wirklich erreichen?
- Aufwuchs für den Nachwuchs - das neue Bund-Länder-Programm
Guido Speiser (stellvertretender Leiter der Berlin Repräsentanz der Max-Plack-Gesellschaft)
1 Milliarde Euro - mit dieser Summe sollen die Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses an Universitäten planbarer gemacht werden.
Das Nachwuchsprogramm, mit dem 1000 Tenure-Track-Professuren finanziert werden sollen, haben Bund und Länder jüngst auf den Weg gebracht. Wie ist das Programm zu beurteilen? Welche positiven Akzente setzt es - und welche Probleme bleiben?
- Der Content zählt - Keep it short and simple
Frau Ann-Kathrin Wingenbach (simpleshow GmbH)
Stehen auch Sie vor der Herausforderung, Ihre Themen verständlich und unterhaltsam an Ihre Zielgruppe zu kommunizieren?
Fällt es Ihnen in den meisten Fällen eher schwer, die Komplexität Ihres Themas zu reduzieren und sich aufs Wesentliche zu konzentrieren?
So mancher verliert sich während der Kommunikation in Details, die für die Zielgruppe irrelevant sind. Doch mit 5 Regeln des einfachen Erklärens werden die kompliziertesten Themen in 3 Minuten auf den Punkt gebracht – verständlich und unterhaltsam.
Im wissenschaftlichen Bereich werden Erklärvideos aufgrund ihrer hohen Akzeptanz immer beliebter. Eine fundierte Erklärmethodik verknüpft gezielt Information und Storytelling. Das sorgt für einen hohen Lerneffekt und erhöht die Akzeptanz bei jedem schwer zu kommunizierenden Thema.
Gerne würden wir die 5 Regeln des einfachen Erklärens den Teilnehmern des WIMACamps vorstellen und über diese praktischen Tipps für eine effizientere Kommunikation diskutieren.Gerne anhand praxisrelevanter Beispiele!
Wer ist die simpleshow gmbh? simpleshow ist der Marktführer im Bereich Erklärvideos. Seit 2008 nutzen wir für unsere Kunden täglich Kopf, Herz und Hände, um aus einem komplexen Thema eine verständliche Erklärung zu formen. Die unternehmenseigene simpleshow academy sorgt für eine fundierte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und garantiert somit höchste Qualität.
- (Nicht-)Aktzeptanz von wissenschaftlichen Positionen in der Öffentlichkeit oder Warum Wissenschaftskommunikation manchmal nicht funktioniert?
Dr. Eva Thomm (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) und
Dr. Frederic Müller (stellvertretender Leiter der BfR-Akademie (Veranstaltungsmanagement des Bundesinstitutes für Risikobewertung))
Wir möchten gern über die Möglichkeiten und Grenzen von Wissenschaftskommunikation diskutieren und insbesondere das Dilemma aufgreifen, dass trotz fachlicher Kommunikation Wissenschaftskommunikation nicht immer gelingt. Das Wieso und Warum soll genauso Gegenstand der Diskussion sein, wie die Herausforderungen und Erfahrungen, die die Teilnehmenden dabei erlebt haben.
Immer mehr Entscheidungen im Alltag und im öffentlichen Leben erfordern die Bewertung und Beurteilung wissenschaftlicher Themen und Probleme. Eine (informierte) Meinungsbildung erfordert dabei die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Wissen und Positionen, die oftmals auch vorläufig und kontrovers sein können. Dies stellt sowohl für die Öffentlichkeit als auch für die Wissenschaft, sowohl für Laien als auch für Wissenschaftskommunikatoren, eine große Herausforderung dar.
- Akkreditierungssysteme auf dem Prüfstand
Dr. jur. Wolf Albin (Rechtsanwalt, Rechtswissenschaftler, Politikwissenschaftler)
Führt der TÜV eine Hauptuntersuchung an einem Auto durch, ist er gesetzlich gehalten, Lenkung, Reifen, Räder und Bremsanlage des Fahrzeugs zu kontrollieren, auf Verschleiß, Korrosion, Sicherheitsmängel zu achten und vieles mehr, was in der Straßenzulassungsordnung geregelt ist.
Will sich eine private Hochschule in NRW akkreditieren lassen, übernimmt diese Aufgabe noch bis 2017 die private "Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland". Maßstab ihrer Entscheidung: „die geltenden Regelungen“. Diese werden aber von der Stiftung selbst, nicht vom Land NRW aufgestellt.
Die Fachhochschule S.R.H. Hamm klagte und gewann. Das Bundesverfassungsgericht sah es als unvereinbar mit der Wissenschaftsfreiheit an, dass das Bundesland die Regeln zur Akkreditierung nicht selbst aufstellte. Interessant an dieser Entscheidung ist zweierlei. Zum einen, dass sich überhaupt ein Kläger fand. Denn Verfahren im Wissenschaftsbereich sind immer noch eine Seltenheit. Das nimmt den Gerichten die Möglichkeit, rechtliche Maßstäbe zu entwickeln. Zum anderen interessiert das Urteil, weil es den Blick frei macht auf eine Wissenschaftslandschaft, die weniger direkte staatliche Repressionen, denn gezieltes staatliches Unterlassen befürchten muss.
- Wer hat Angst vor Marketing?
Dr. Wolfgang Merten (Leiter Masterstudiengang Wissenschaftsmarketing TU Berlin)
Wissenschaftsfreiheit und Marketing verhalten sich für viele WissenschaftlerInnen wie Feuer und Wasser zueinander. Darum verwunderte es nicht, wenn in der zugespitzten Diskussion darüber, was in der Wissenschaftskommunikation zulässig ist und was nicht, das Wissenschaftsmarketing eine zentrale Rolle
spielt. Sieht man von den KollegInnen ab, die Wissenschaftsmarketing generell für Teufelszeug halten so sind die Ansichten darüber, ob und wie man Marketing einsetzen kann, höchst unterschiedlich. Dabei fällt auf, dass die Vorstellungen von dem was Marketing eigentlich leisten kann (strategisch und operativ) nicht immer durch fachliche Kenntnis unterlegt ist.
Leider bringen die einschlägigen universitären Fachgebiete zu selten ihre Expertise ein, weil sie sich vornehmlich auf den innerfachlichen Diskurs, der in renommierten A-Journals geführt wird, konzentrieren. Dadurch fehlt ein wichtige Orientierungshilfe, die zur Versachlichung beitragen könnte.
Wir brauchen Wissenschaftsmarketing, so die steile These, damit die Hohe(n)priester der Wissenschaftsfreiheit dieselbe auch weiterhin nutzen können.
- Wissenschaftliche Tagungen - Marktplatz der ideen und Teil der Wissenskommunikation
Marco Oelschlegel (visitBerlin)
Im persönlichen Austausch entstehen Ideen und neue Anknüpfungspunkte, die neue Impulse für die eigene (Forschungs-) Arbeit geben können. Wissenschaftliche Tagungen integrieren externes Know-How und ermöglichen neue Kontakte. Welche Erwartungen haben wir heute an wissenschaftliche Tagungen? Welche Inhalte sind uns wichtig, und in welchem Format schaffen sie heute den optimalen Rahmen für einen kreativen Austausch?
- Spannendes Thema, aber niemand hört zu?!
Oliver Berger (Executive Consulting Director ERFAHRENHEIT UG)
Gerade Startups und Plattformen, die von Wissenschaftler*innen gegründet und betrieben werden, stellen in der Regel einen Quell an Informationen zur Verfügung, die von spannend über unterhaltsam bis hin zu bahnbrechend sein können. Leider fehlt es eben diesen Wissenschaftler*innen oft sowohl an Ressourcen als auch am Know How, wie man mit einfachen Mitteln und vertretbarem Aufwand eine möglichst passende Audience erreicht. Gerade für "as a service" Dienstleister spielt das Thema "Kritische Masse" an Usern etc. oft eine große Rolle. Mit Gedankenanstößen, Ideen fürs Marketing und eigenen Beispielen aus der Beratung möchte Oliver Berger einen Einstieg in das Thema geben und gemeinsam mit den Teilnehmer*innen funktionierende Schablonen entwickeln, die jede/r für sich mitnehmen kann.
Du hast ein Thema, für das du auf dem WIMACamp die Patenschaft übernehmen möchtest? Oder Du wünschst Dir ein spezielles Thema? Die Session-Planung findet zwar erst direkt am Vormittag des Veranstaltungstages statt; jedoch kann jeder bereits im Vorhinein Sessions und Themen vorschlagen oder nachfragen.
Welches Thema würdest Du selber für eine Session vorschlagen oder würdest es gerne diskutieren? Schreibe dazu einfach einen Kommentar:






